Grafenau
KI-Konzeptin den Schulamtsbezirken Regen und FRG
Künstliche Intelligenz an unserer Grundschule
Präambel
Von der Regel zur Praxis: Die markierten Beispiele sind eigene, fiktive Unterrichts- und Organisationsvorschläge – keine Berichte über bereits durchgeführte Projekte. Sie lassen sich an die jeweilige Schule anpassen. Genannte Produkte sind Funktionsbeispiele, keine Werbung und keine automatische schulische Freigabe. Vor einem Einsatz sind Eignung, Nutzungsbedingungen und Datenschutz schulisch zu prüfen. Die örtlichen Beschlüsse bleiben maßgeblich.
Künstliche Intelligenz (KI) ist längst im Alltag von Grundschulkindern angekommen – meist ohne dass sie es merken: Sprachassistenten beantworten Fragen, Videoplattformen schlagen das nächste Video vor, Spiele und Lern-Apps passen sich an, ältere Geschwister lassen sich Hausaufgaben erklären. Kinder zwischen sechs und zehn Jahren erleben KI also nicht als Werkzeug, das sie selbst bedienen, sondern als etwas, das um sie herum passiert.
Genau das bestimmt die Aufgabe der Grundschule: Wir bringen Kindern nicht bei, KI zu bedienen. Wir helfen ihnen zu verstehen, dass es KI gibt, was sie kann, was sie nicht kann – und dass sie sich irren kann. Wir schützen die Kompetenzen, die in diesem Alter entstehen müssen: Lesen, Schreiben, Rechnen, Fragen stellen, mit anderen sprechen, sich etwas ausdenken. Und wir nutzen KI dort, wo sie Lehrkräften hilft, Kinder besser zu fördern.
Ein Schulvormittag – zwei unterschiedliche Aufgaben
Die Lehrkraft bereitet zum Thema „Wald“ mit einem freigegebenen KI-Werkzeug drei Textentwürfe vor und kontrolliert sie. Die Kinder lesen selbst, markieren unbekannte Wörter und erklären einem Partner einen Satz. Später bespricht die Klasse eine vorbereitete, als erfunden gekennzeichnete Falschaussage: Wie finden wir heraus, ob sie stimmt? Die KI unterstützt die Vorbereitung; das Lesen und Prüfen bleiben bei den Kindern.
Das Konzept orientiert sich an der Handlungsempfehlung der Kultusministerkonferenz (KMK) vom Oktober 2024, dem PRISMA-Modell des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums Wuppertal (KI-Schulpreis 2025/26) sowie dem KI-Kompetenzmodell von Alles, Falck, Flick und Schulz – jeweils angepasst an die Altersstufe der Grundschule.
Geltungsbereich und Verbindlichkeit. Dieses Konzept gilt für alle Lehrkräfte, Schüler:innen, Mitarbeitenden und die Betreuung (Mittagsbetreuung, Hort, Ganztag) unserer Schule und ist Bestandteil des Schulprogramms. Es wurde von der am beschlossen; der Elternbeirat wurde am beteiligt. Als „lebendes Dokument“ wird es regelmäßig überprüft und weiterentwickelt (siehe Kapitel 9).
Auf einen Blick – das Wichtigste für Eltern
- Bedienen die Kinder in der Schule selbst KI-Programme?
- In der Regel nicht. Für generative KI-Dienste gelten unterschiedliche Alters- und Zugangsregeln, die vorab geprüft werden müssen. Wenn KI im Unterricht vorkommt, bedient die Lehrkraft sie – zum Beispiel gemeinsam mit der Klasse an der Tafel, damit alle sehen, was passiert. Kinder bekommen keine eigenen Zugänge zu freien Chatbots. Eine gesondert freigegebene schulische Lernplattform unter Anleitung ist davon zu unterscheiden.Beispiel: Beim Thema „Waldtiere“ tippt allein die Lehrkraft die gemeinsam formulierte Frage ein. Die Kinder brauchen weder Konto noch eigenes Gerät.
- Wofür nutzt die Schule dann KI?
- Vor allem im Hintergrund: Lehrkräfte lassen sich Übungsaufgaben in verschiedenen Schwierigkeitsstufen erstellen, Texte vereinfachen, Bildkarten gestalten oder Elternbriefe übersetzen. Das kann Zeit sparen; ob es hilft, prüft die Lehrkraft am Ergebnis.Beispiel: Ein Lesetext wird in einer kurzen Fassung mit Worterklärungen und einer längeren Fassung vorbereitet. Alle Kinder sprechen danach über denselben Inhalt.
- Was lernen die Kinder über KI?
- Dass es KI gibt, dass sie kein Mensch ist, dass sie sich irren kann, dass man ihr keine Geheimnisse anvertraut und dass Bilder und Stimmen gefälscht sein können. Ab Klasse 3 gibt es dafür den „KI-Entdeckerpass“.Beispiel: Die Klasse prüft die absichtlich falsche Übungsaussage „Eine Woche hat acht Tage“ am Kalender. Auch eine überzeugende Antwort kann falsch sein.
- Was bleibt im Mittelpunkt?
- Lesen, Schreiben, Rechnen, Sprechen, Ausdenken – mit Stift, Papier, Büchern und miteinander. Das kann kein Programm ersetzen, und genau das muss in der Grundschule wachsen.Beispiel: Das Kind rechnet 8 + 7 mit Plättchen und erklärt den Weg über die 10. Kein Programm übernimmt den Rechenweg.
- Was gilt bei Hausaufgaben und Proben?
- Hausaufgaben sollen die Kinder selbst machen. KI darf sie nicht erledigen – auch nicht auf dem Handy der Eltern. Bei Proben und Lernzielkontrollen ist KI nie erlaubt.Beispiel: Bei einer schwierigen Aufgabe sagen Eltern: „Zeig mir, was du schon versucht hast.“ Bleibt sie offen, notieren sie den Hilfebedarf statt einer KI-Lösung.
- Was passiert mit den Daten meines Kindes?
- Namen, Fotos, Stimmen oder Texte Ihres Kindes werden nicht in generative KI-Dienste eingegeben. Für schulische Lernplattformen mit personenbezogenen Daten ist eine gesonderte Prüfung und Freigabe nötig; ein Deckname allein genügt nicht.Beispiel: Für Leseübungen lautet der Auftrag „Sätze mit sch und ch, Klasse 2“ – nicht „Übungen für dieses Kind mit seinem Förderbericht“.
- An wen kann ich mich wenden?
- An die Klassenleitung, an oder an die Schulleitung. Zuständigkeiten stehen in Kapitel 8.Beispiel: Eltern fragen vor einer neuen Lern-App bei der Klassenleitung nach, ob sie freigegeben ist und welche Alternative ohne App besteht.
1Unsere Schule und ihre Ausgangslage
1.1 Beschreibung der Schule
Muster für die Schulbeschreibung – mit echten Angaben ersetzen
„Unsere Grundschule hat acht Klassen und eine Mittagsbetreuung. Ein Schwerpunkt ist die Sprachförderung. Im Unterricht stehen Leseflüssigkeit und eigene Lösungswege im Mittelpunkt. KI wird zunächst von Lehrkräften zur Vorbereitung geprüft; die Kinder arbeiten weiterhin überwiegend mit Buch, Heft und Anschauungsmaterial.“ Die Angaben sind frei erfunden und werden nicht automatisch in die gelben Felder übernommen.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Schulart | Grundschule (Jahrgangsstufen 1–4) Beispiel: „Grundschule mit jahrgangsgemischten Eingangsklassen und Mittagsbetreuung“ – nur übernehmen, wenn es zutrifft. |
| Schüler:innen | Beispiel: Die aktuelle Gesamtzahl eintragen, keine Namenslisten; etwa „180“ als rein fiktiver Musterwert. |
| Lehrkräfte und pädagogisches Personal | Beispiel: Lehrkräfte und Betreuung getrennt ausweisen, etwa „12 Lehrkräfte, 4 Betreuungskräfte“; hier nur fiktive Zahlen. |
| Standort | , Beispiel: Den tatsächlichen Schulort eintragen und die Zugehörigkeit zum Schulamtsbezirk Regen oder Freyung-Grafenau prüfen. |
| Digitale Ausstattung | Beispiel: „Ein Lehrer-Dienstgerät und ein Display pro Raum; ein geteilter Tablet-Koffer.“ Damit ist gemeinsames Vorführen ohne Einzelgeräte möglich. |
| Bestehende Konzepte | Beispiel: Im Medienkonzept steht das Recherchieren, im Schutzkonzept der Meldeweg. Das KI-Konzept verweist auf beides, statt widersprüchliche Doppelregeln einzuführen. |
1.2 Ausgangslage: KI im Leben unserer Kinder
Grundschulkinder nutzen KI kaum selbst, begegnen ihr aber täglich: über Sprachassistenten, Empfehlungen auf Videoplattformen, Filter und Bildeffekte, „smarte“ Spielzeuge und Lern-Apps – und über ältere Geschwister oder Eltern, die KI-Programme verwenden. Verlässliche Zahlen für die Altersgruppe 6 bis 13 liefert die KIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest; die aktuelle Ausgabe wird bei der jährlichen Überarbeitung dieses Konzepts eingearbeitet: . An unserer Schule zeigt sich folgendes Bild:
- Bisherige Erfahrungen mit KI im Unterricht und in der UnterrichtsvorbereitungBeispiel: Eine Lehrkraft probiert einen KI-Lesetext aus und notiert: Welche Fehler mussten korrigiert werden? War die Sprache passend?
- Kollegium: Stand der KI-Kenntnisse und -nutzungBeispiel: Eine namenlose Kurzabfrage lautet: „Schon genutzt? Wofür? Wobei brauche ich Unterstützung?“ Ergebnisse werden nur zusammengefasst.
- Eltern: Rückmeldungen, Sorgen und Erwartungen (z. B. aus Elternabenden)Beispiel: Am Elternabend sammeln Karten Fragen wie „Darf KI bei Hausaufgaben helfen?“ und „Was passiert mit Fotos?“; keine Kindernamen notieren.
- Kinder: Was sie über KI wissen und erzählen (z. B. aus dem Morgenkreis, Klassenrat)Beispiel: Im Morgenkreis erzählen Kinder freiwillig von sprechenden Geräten. Niemand muss private Chats, Konten oder Familienerlebnisse vorzeigen.
1.3 Gesetzlicher und bildungspolitischer Rahmen
Unser KI-Konzept basiert auf folgenden Grundlagen:
- KMK-Handlungsempfehlung „Kritisch-konstruktiver Umgang mit KI in der Schule“ (Oktober 2024)Beispiel: Das Kollegium legt fest: KI-Material wird fachlich geprüft; alle Lehrkräfte erhalten vor dem Einsatz eine Einführung.
- EU-KI-Verordnung (AI Act, 2024) – risikobezogene Anforderungen; nicht jede KI-Nutzung in der Schule ist automatisch eine Hochrisiko-AnwendungBeispiel: Ein Arbeitsblattentwurf ist von einer KI zu unterscheiden, die Leistungen bewertet oder Bildungszugänge beeinflusst. Wir lassen keine KI über Kinder entscheiden; siehe 6.2.
- Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), insbesondere Rechtsgrundlage, Datenminimierung und Schutz von Kindern, ergänzt durch einschlägiges Landes- und SchulrechtBeispiel: Vor einer Lernplattform werden Zweck, Daten, Zugriffsrechte und Rechtsgrundlage geklärt. Eine pauschale Elternunterschrift ersetzt diese Prüfung nicht.
- Lehrplan der Grundschule – Medienbildung und Medienkompetenz als fächerübergreifendes BildungszielBeispiel: Im Sachunterricht vergleichen Kinder eine Behauptung mit einem Sachbuch. Das Lernziel lautet „Informationen prüfen“, nicht „einen Chatbot bedienen“.
- Schutzkonzept der Schule sowie die einschlägigen schulischen Kinderschutz- und BeratungsregelungenBeispiel: Eine gefälschte Nachricht macht einem Kind Angst. Die Klassenleitung hört zu und nutzt den Meldeweg statt den Fall im Klassenchat zu diskutieren.
- Beschlüsse der , des Elternbeirats und des SchulträgersBeispiel: Im Protokoll stehen Werkzeug, erlaubter Zweck, verantwortliche Person und Überprüfungstermin; Eltern erhalten die verständliche Kurzfassung.
2Pädagogische Grundhaltung und das PRISMA-Modell
Grundlage unseres KI-Einsatzes ist eine kritisch-konstruktive Haltung: Wir nutzen KI dort, wo sie Kindern und Lehrkräften wirklich hilft, und lassen sie weg, wo sie dem Lernen im Weg steht. Für die Grundschule gilt dabei ein besonderer Maßstab: Je jünger die Kinder, desto mehr Gewicht haben die Grundfertigkeiten – und desto sorgfältiger prüfen wir, ob ein Werkzeug diese Fähigkeiten stärkt oder eigenes Üben verdrängt. Als Denkwerkzeug nutzen wir das PRISMA-Modell von Felix Urban (Carl-Fuhlrott-Gymnasium Wuppertal, KI-Schulpreis 2026, Kategorie Gesamtkonzept), angepasst an unsere Altersstufe:
Quelle: Felix Urban: PRISMA – Ein Modell für dynamische Schulentwicklung im Zeitalter des Wandels. Unsere Schule nutzt dieses Modell mit ausdrücklichem Verweis auf den Urheber und passt es an die Grundschule an.
2.1 Doppelte Verantwortung der Grundschule
3KI im Unterricht – Didaktische Einbettung
An unserer Grundschule gilt der Grundsatz: KI läuft über die Lehrkraft. Kinder erhalten von der Schule keine eigenen Zugänge zu KI-Diensten. Wenn KI im Unterricht vorkommt, bedient die Lehrkraft sie – sichtbar für alle, mit gemeinsamer Prüfung des Ergebnisses. Der weitaus größere Teil des KI-Einsatzes findet im Hintergrund statt: bei der Vorbereitung, Differenzierung und Elternkommunikation.
3.1 Grundsätze des KI-Einsatzes
- Kinder bedienen KI-Dienste nicht selbst und haben keine eigenen Zugänge – Ausnahmen nur für geprüfte, altersfreigegebene schulische Lernplattformen (siehe 6.1).Beispiel: Kinder nennen Fragen mündlich, die Lehrkraft wählt eine aus und bedient den schulisch freigegebenen Dienst am Display.
- Wenn KI im Unterricht gezeigt wird, geschieht das offen und gemeinsam – nie versteckt.Beispiel: Die Lehrkraft kündigt an: „Diesen Entwurf hat ein Programm erstellt. Wir prüfen ihn gemeinsam.“
- Jedes KI-Ergebnis wird mit den Kindern geprüft: „Stimmt das? Woher wissen wir das?“Beispiel: Eine vorbereitete Antwort enthält die absichtliche Falschaussage „9 + 6 = 14“. Die Kinder legen Plättchen und korrigieren auf 15.
- Grundfertigkeiten (Lesen, Schreiben, Rechnen) werden ohne KI erlernt und geübt.Beispiel: Beim Üben von „sch“ schreibt jedes Kind eigene Wörter; KI kann der Lehrkraft zuvor eine Wortliste vorgeschlagen haben.
- Keine Namen, Fotos, Stimmen oder Arbeiten von Kindern in KI-Diensten – auch nicht durch Lehrkräfte.Beispiel: Statt einen Kinderaufsatz hochzuladen, erfindet die Lehrkraft selbst einen kurzen Übungstext ohne Bezug zu einem bestimmten Kind.
- Die Lehrkraft entscheidet, bewertet und trägt die Verantwortung – nicht das Programm.Beispiel: Zwei Kinder lösen eine Aufgabe unterschiedlich. Die Lehrkraft bespricht beide Wege und beurteilt sie anhand bekannter Kriterien.
3.2 Einsatzszenarien in der Grundschule
| Szenario | Beschreibung |
|---|---|
| Differenzierung (Lehrkraft) | Übungsaufgaben in drei Schwierigkeitsstufen, vereinfachte Sachtexte, Wortschatzlisten, Rechengeschichten – von der Lehrkraft erstellt, geprüft und angepasst. Ein möglicher Nutzen, der am konkreten Material überprüft wird.Beispiel: Zum Thema „Wald“ erstellt die Lehrkraft Texte mit etwa 60, 100 und 140 Wörtern. Alle behandeln dieselbe Frage. Fachbegriffe und Aufgaben bleiben vergleichbar; Wortzahl allein bestimmt nicht das Leseniveau. |
| Materialerstellung (Lehrkraft) | Bildkarten, Arbeitsblätter, Stationen, Rätsel, Lieder- und Reimtexte, Vorlagen für Lapbooks – als Entwurf, den die Lehrkraft fachlich und sprachlich prüft.Beispiel: Mit fobizz KI für Arbeitsblätter kann die Lehrkraft einen Entwurf mit Lückentext und Fragen anlegen. Vor dem Drucken prüft sie Lösungen, Wortschatz und Aufgabenklarheit. Nur über einen freigegebenen Zugang. |
| Sprachförderung / DaZ | Texte in einfacher Sprache, Übersetzungen für Kinder mit geringen Deutschkenntnissen, mehrsprachige Elternbriefe. Persönliche Daten bleiben draußen.Beispiel: Ein allgemeiner Ausflugshinweis ohne Namen wird mit DeepL übersetzt. Eine sprachkundige Person prüft ihn; reale Termine und Kontaktdaten werden anschließend lokal ergänzt. Keine vertraulichen Einzelfälle eingeben. |
| Gemeinsam an der Tafel (Klasse 3/4) | Die Lehrkraft stellt der KI vor der Klasse eine Frage. Die Kinder prüfen die Antwort im Buch oder Lexikon: Wo stimmt es, wo nicht? Ziel ist das Prüfen, nicht die Antwort.Beispiel: „Was braucht eine Pflanze zum Wachsen?“ Die Klasse markiert überprüfbare Aussagen und vergleicht sie mit Sachbuch und eigenen Beobachtungen. Ohne Netz nutzt die Lehrkraft einen vorbereiteten Ausdruck. |
| Kreatives Klassenprojekt (Klasse 3/4) | Die Klasse entwickelt zunächst eigene Ideen. Die Lehrkraft formuliert einen allgemeinen, eigenständig geschriebenen Auftrag ohne Personenbezug; Kindertexte, Zeichnungen und Aufnahmen werden nicht hochgeladen. Einen KI-Vorschlag vergleicht und verändert die Klasse anschließend.Beispiel: Die Kinder zeichnen einen Fantasiewald. Die Lehrkraft fordert unabhängig davon „einen freundlichen Fantasiewald mit runden Bäumen“ an. Die Klasse vergleicht Stimmung und Details; die eigenen Zeichnungen bleiben auf Papier. |
| Inklusion und Nachteilsausgleich | Vorlesefunktion, Textvergrößerung, Strukturierungshilfen für Kinder mit Förderbedarf – als assistive Technik, abgestimmt mit Eltern und ggf. Förderlehrkraft.Beispiel: Im Sachunterricht erleichtert eine lokal verfügbare Vorlesefunktion den Textzugang. Bei einer Leseprüfung gelten die individuell festgelegten Hilfen. Textvergrößerung und Vorlesen sind nicht automatisch generative KI. |
| Lernplattformen mit KI-Funktion | Nur geprüfte, für die Altersstufe freigegebene Plattformen mit Schulvertrag (Liste in 6.1). Nutzung mit Pseudonymen, unter Anleitung, nie allein zu Hause als Pflicht.Beispiel: Nach dokumentierter Freigabe übt ein Kind zehn Minuten mit passenden Aufgaben. Die Lehrkraft beobachtet den Lösungsweg und hält gleichwertiges Papiermaterial bereit. Die Plattform erteilt keine Zeugnisnote. |
Direkt ausprobieren: drei Arbeitsaufträge für Lehrkräfte
Voraussetzung: schulisch freigegebener Zugang, keine Daten oder Arbeiten von Kindern. Die Aufträge sind eigene Muster; die Ergebnisse sind erst nach Prüfung Unterrichtsmaterial. Mögliche Zugänge beschreibt das Kultusministerium mit den KI-Angeboten in ByCS und AIS.chat.
1 · Lesetext differenzieren, Klasse 3
Entwirf drei Sachtexte zum Thema „Warum sind Bäume wichtig?“ mit ungefähr 60, 100 und 140 Wörtern. Verwende dieselben drei Kernaussagen. Die kurze Fassung soll kurze Sätze und Erklärungen schwieriger Wörter enthalten. Formuliere zu jeder Fassung drei Fragen zum Textverständnis und getrennte Lösungsvorschläge. Keine Personen, Schulen oder erfundenen Quellen nennen.
Prüfen: Stimmt jede Kernaussage mit dem Sachbuch überein? Ist jede Frage im Text beantwortbar? Sind Sprache und Schriftbild passend? Im Unterricht: Kinder lesen eine passende Fassung und erklären anschließend einen Inhalt in eigenen Worten; nicht nur die Länge vergleichen.
2 · Rechenaufgaben vorbereiten, Klasse 2
Erstelle sechs Additionsaufgaben im Zahlenraum bis 20: drei ohne und drei mit Zehnerübergang. Verwende keine negativen Zahlen. Gib die Lösungen getrennt aus und beschreibe bei einer Aufgabe den Rechenweg über die 10. Formuliere knapp und kindgerecht.
Prüfen: Jede Rechnung selbst lösen und die Gruppen kontrollieren. Im Unterricht: Ein Kind erklärt etwa 8 + 7 als 8 + 2 + 5. Die KI-Antwort wird nicht als fertige Schülerlösung ausgegeben.
3 · Allgemeine Elterninformation vereinfachen
Schreibe diese allgemeine Information in kurzen, freundlichen Sätzen: „Beim Wandertag benötigen die Kinder wettergerechte Kleidung, eine gefüllte Trinkflasche und eine Brotzeit. Die genauen Zeiten teilt die Schule gesondert mit.“ Verwende keine zusätzlichen Termine, Kosten oder Teilnahmebedingungen.
Prüfen: Nichts ergänzen lassen, was nicht beschlossen wurde. Bei einer Übersetzung eine sprachkundige Person gegenlesen lassen; Namen, Kontaktdaten und genaue organisatorische Angaben erst anschließend lokal einsetzen.
3.3 Was wir bewusst nicht tun
Die folgenden Alternativen zeigen, wie das gleiche Lernziel ohne riskante Nutzung erreicht werden kann.
- Keine KI-Chatbots, die Kinder selbstständig befragen – auch nicht „nur zum Ausprobieren“.Beispiel: Statt Kinder allein chatten zu lassen, sammelt die Klasse drei Fragen auf Karten. Die Lehrkraft demonstriert eine davon.
- Keine KI-generierten Texte als Ersatz für das eigene Schreiben der Kinder.Beispiel: Das Kind sammelt drei eigene Ideen und schreibt einen Geschichtenanfang. Satzstarter auf Papier helfen, ohne den Text zu übernehmen.
- Keine KI-Bewertung von Kinderarbeiten; Feedback und Noten kommen von der Lehrkraft.Beispiel: Die Lehrkraft bespricht beim Aufsatz „Anfang – verständliche Reihenfolge – Schluss“ und gibt eine konkrete Rückmeldung zu einem Satz.
- Keine Fotos oder Stimmaufnahmen von Kindern in Bild- oder Sprach-KI, auch nicht zur „Verschönerung“ von Klassenprodukten.Beispiel: Für das Klassenfest malen die Kinder ein Plakat. Kein Kind wird in einen KI-Avatar umgewandelt, keine Kinderstimme nachgeahmt.
3.4 Unsere KI-Regeln für Kinder
So gehen wir mit KI um – Regeln in Kindersprache (Klasse 3/4)
- 1Eine KI ist kein Mensch. Sie denkt nicht, sie hat keine Gefühle – auch wenn sie so redet.Beispiel: Das Programm schreibt „Ich freue mich“. Das ist ein Satz, kein echtes Gefühl.
- 2Eine KI kann sich irren. Ich prüfe, was sie sagt – im Buch oder bei einem Erwachsenen.Beispiel: Eine Antwort sagt „9 + 6 = 14“. Ich rechne mit Plättchen nach: Es ist 15.
- 3Ich verrate der KI nichts Persönliches. Keinen Namen, keine Adresse, kein Foto, kein Geheimnis.Beispiel: Ein Programm fragt nach meinem Namen. Ich tippe ihn nicht ein und hole Hilfe.
- 4Bilder und Stimmen können gefälscht sein. Wenn mir etwas komisch vorkommt, frage ich nach.Beispiel: Ein Bild zeigt einen Elefanten auf unserem Schuldach. Ich teile es nicht und frage einen Erwachsenen.
- 5Meine Aufgaben mache ich selbst. Nur so lerne ich es wirklich.Beispiel: Bei meiner Geschichte erfinde ich den Anfang selbst. Wenn ich feststecke, bitte ich um einen Tipp.
- 6KI benutze ich nur mit einem Erwachsenen. In der Schule mit meiner Lehrerin oder meinem Lehrer.Beispiel: In der Schule stellen wir Fragen gemeinsam. Nur die Lehrkraft bedient das Programm.
Als Klassenposter mit Bildsymbolen aufhängen; in Klasse 1/2 werden Regeln 1, 3 und 5 im Morgenkreis besprochen.
4Was Kinder in der Grundschule über KI lernen
In der Grundschule geht es nicht um Bedienkompetenz, sondern um Grundverständnis und Schutz. Wir orientieren uns am KI-Kompetenzmodell von Alles, Falck, Flick und Schulz (CC-BY 4.0) und an den fünf Dimensionen des Lernens mit KI – beides auf die Altersstufe heruntergebrochen.
4.1 Die fünf Dimensionen – in der Grundschule
Quelle: „Lernen und KI – Fünf Dimensionen für den Unterricht“ (u. a. Joscha Falck; Praxis am Carl-Fuhlrott-Gymnasium). Unsere Schule verwendet das Modell als Orientierung – mit umgekehrter Gewichtung gegenüber weiterführenden Schulen: „ohne“ und „über“ stehen im Vordergrund.
4.2 Kompetenzbereiche für Grundschulkinder
- Beispiele für KI im Alltag nennenBeispiel: Ein Kind nennt einen Sprachassistenten, der auf eine gesprochene Frage antwortet.
- Unterschied Mensch – Maschine erklärenBeispiel: „Meine Freundin kann sich wirklich freuen. Ein Programm kann nur so klingende Sätze ausgeben.“
- „Raten“ statt „Wissen“ verstehenBeispiel: Beim Satz „Auf dem Brot ist …“ passen mehrere Wörter. Eine wahrscheinliche Ergänzung verrät nicht, was tatsächlich auf meinem Brot liegt.
- Gemeinsam eine Frage formulierenBeispiel: Die Klasse macht aus „Wald?“ die Frage „Erkläre in drei kurzen Sätzen, warum Bäume Blätter haben“.
- Beobachten, was die KI machtBeispiel: Die Lehrkraft zeigt einen vorbereiteten Verlauf: Aus einem Auftrag entsteht Text. Die Kinder beschreiben nur, was sichtbar ist.
- Sagen, was gefehlt hatBeispiel: „Das Wort Wurzel wird genannt, aber nicht erklärt.“ Die Klasse fordert eine verständliche Ergänzung.
- Eigene Idee vor der KI entwickelnBeispiel: Jedes Kind skizziert zuerst eine Fantasiepflanze mit zwei besonderen Eigenschaften.
- KI-Vorschlag verändern und verbessernBeispiel: Der Bildentwurf der Lehrkraft zeigt zu viele Details. Die Kinder zeichnen ihre eigene einfachere Fassung.
- Sagen, was besser war: eigenes oder KIBeispiel: „Meine Zeichnung zeigt die Idee klarer; beim KI-Bild gefällt mir der Hintergrund.“ Eine Begründung zählt, kein pauschales Urteil.
- Antwort im Buch nachprüfenBeispiel: Das Kind zeigt die Seite im Sachbuch, auf der eine Aussage zur Pflanze überprüft werden kann.
- Echtes und Gefälschtes vergleichenBeispiel: Bei einem als erfunden markierten Fantasiebild fragt die Klasse nach Herkunft und Beleg. Auch ein Bild ohne sichtbare Fehler kann gefälscht sein.
- Persönliche Daten benennen und schützenBeispiel: Karten mit erfundenen Angaben werden sortiert: Name, Adresse und Foto bleiben privat; eine allgemeine Frage zu Bäumen nicht.
Quelle: Alles, S. / Falck, J. / Flick, M. / Schulz, R.: KI-Kompetenzen für Lehrende & Lernende. Lizenz: CC-BY 4.0. Unsere Schule adaptiert die Bereiche für die Grundschule und verweist ausdrücklich auf die Urheber:innen.
4.3 Der KI-Entdeckerpass (Klasse 3/4)
Alle Kinder erwerben in Klasse 3 oder 4 den KI-Entdeckerpass – unser altersgerechtes Gegenstück zum „KI-Führerschein“ weiterführender Schulen. Er wird im Rahmen des Sachunterrichts, des Deutschunterrichts oder einer Projektwoche erarbeitet und umfasst:
- Was ist KI? Beispiele aus dem Alltag; Mensch und Maschine unterscheiden; „Die KI rät aus Beispielen“ (z. B. Spiel: Bilder sortieren wie eine KI)Beispiel: Offline-Spiel: Kinder ordnen Papierkarten nach Merkmalen. Dann kommt eine neue Karte hinzu. Welche Regel passt noch? Das veranschaulicht Muster, bildet KI aber nicht vollständig ab.
- KI kann sich irren. Eine KI-Antwort gemeinsam prüfen und einen Fehler findenBeispiel: Eine erfundene Antwort behauptet „Ein Jahr hat 13 Monate“. Die Kinder zählen am Kalender nach und formulieren die Korrektur. Ein echter KI-Fehler muss nicht live provoziert werden.
- Echt oder gefälscht? Bilder vergleichen, Merkmale von Fälschungen kennenlernen, „Im Zweifel nachfragen“Beispiel: Ein selbst gezeichnetes Fantasiebild und ein als KI-generiert markiertes Bild werden verglichen. Wichtig sind Quelle, Kontext und Nachfragen – kein Wettbewerb im sicheren Erkennen von Fälschungen.
- Was ich nicht verrate. Persönliche Daten benennen; warum Programme sie nicht bekommen dürfen; was ich tue, wenn ein Gerät nach mir fragtBeispiel: Mit fiktiven Karten spielen: „Wie heißt du?“, „Wo wohnst du?“ und „Wie wachsen Bohnen?“ Welche Fragen beantworte ich nicht persönlich?
- Wenn etwas komisch ist. Sich einem Erwachsenen anvertrauen – zu Hause und in der SchuleBeispiel: Partner-Rollenspiel: „Das Bild macht mir Angst. Kannst du mir helfen?“ Jedes Kind nennt eine vertraute Person in der Schule und eine zu Hause.
4.4 Aufbau nach Jahrgangsstufen
Abschluss für den Entdeckerpass: Das Kind erklärt eine KI-Regel, prüft eine Übungsaussage mit einem Beleg und zeigt im Rollenspiel, wie es Hilfe holt. Es erhält Rückmeldung – keine Note für die Bedienung eines Produkts. Als Vorbereitung für Lehrkräfte eignet sich das Internet-ABC zu KI im Unterricht; Materialien werden auf Alter und Klasse abgestimmt.
| Jahrgangsstufe | Was die Kinder lernen |
|---|---|
| Klasse 1–2 | Kein KI-Einsatz mit Kindern. Gesprächsanlässe im Morgenkreis: „Sprachassistenten und Roboter – sind die lebendig?“ Regeln 1, 3 und 5 kennenlernen. Vollständige Konzentration auf Lesen, Schreiben, Rechnen.Beispiel: Zehn Minuten Morgenkreis: Eine Papierfigur sagt „Ich bin ein Computer“. Kinder überlegen, was eine echte Freundin kann, ein Programm aber nicht; danach eigenes Lesen und Schreiben. |
| Klasse 3 | Einstieg in den KI-Entdeckerpass: Was ist KI, wo begegnet sie mir, KI kann sich irren. Erste gemeinsame Prüfung einer KI-Antwort an der Tafel.Beispiel: Eine Unterrichtsstunde: Frage sammeln, vorbereitete KI-Antwort lesen, zwei Aussagen im Buch prüfen, gemeinsam den Merksatz „Ich prüfe nach“ formulieren. |
| Klasse 4 | Abschluss des KI-Entdeckerpasses: echt oder gefälscht, persönliche Daten, Hilfe holen. Vorbereitung auf die weiterführende Schule: „Dort wirst du KI vielleicht selbst benutzen – das hier musst du vorher wissen.“ Ggf. ein begleitetes Klassenprojekt.Beispiel: Zwei Stunden: mit fiktiven Daten „privat oder allgemein“ sortieren, ein Hilfe-Gespräch üben und auf einem Plakat eigene Arbeit und KI-Anteil kennzeichnen. |
| Betreuung / Ganztag | Gleiche Regeln wie im Unterricht. Keine KI-Nutzung mit Kindern in der Betreuung; Betreuungskräfte werden über das Konzept informiert.Beispiel: Ein Kind möchte einen Chatbot öffnen. Die Betreuung bietet ein Buch oder gemeinsames Nachschlagen an und erinnert an die Schulregel. |
5Hausaufgaben, Proben und Leistungsbewertung
Die abschließende Leistungsbewertung obliegt stets der Lehrkraft. In der Grundschule stellt sich die Prüfungsfrage anders als in weiterführenden Schulen: Kinder nutzen KI in der Schule nicht selbst. Das Risiko liegt zu Hause – wenn Hausaufgaben mit dem Handy der Eltern oder älterer Geschwister „gelöst“ werden. Deshalb richten sich unsere Regelungen vor allem an Eltern.
5.1 Regelungen
| Format | Regelung |
|---|---|
| Proben, Lernzielkontrollen, Diktate | KI-Lösungen sind nicht erlaubt. Die konkret zugelassenen Hilfsmittel legt die Schule fest; ein bewilligter Nachteilsausgleich bleibt unberührt.Beispiel: In der Mathematikprobe rechnet das Kind selbst. Ein individuell zugelassenes Hilfsmittel wird vorab geklärt, nicht spontan durch eine KI-App ersetzt. |
| Hausaufgaben | Werden vom Kind selbst gemacht. Eltern dürfen erklären und helfen, aber nicht die KI erledigen lassen – Hausaufgaben zeigen der Lehrkraft, was das Kind schon kann. Eine mit KI gemachte Hausaufgabe bringt dem Kind nichts und der Lehrkraft eine falsche Rückmeldung.Beispiel: Das Kind stockt bei 47 + 8. Eltern fragen „Wie kommst du zuerst zum nächsten Zehner?“ oder lassen mit Material legen. Bleibt es schwierig, geht eine kurze Notiz an die Lehrkraft. |
| Referate, Plakate, Lapbooks (Klasse 3/4) | Inhalte werden vom Kind selbst erarbeitet (Bücher, Kindersuchmaschinen, Interviews). Eltern dürfen beim Sammeln helfen; KI-Texte werden nicht abgeschrieben. Das Kind soll sein Plakat frei erklären können.Beispiel: Für ein Igelplakat sucht das Kind begleitet in fragFINN für die Schule und im Sachbuch, notiert drei eigene Sätze und nennt die Quellen. fragFINN ist eine Kindersuchmaschine, kein KI-Chatbot. |
| Aufsätze und Schreibaufträge | Entstehen in der Schule oder werden dort begonnen. Der eigene Text des Kindes – mit Fehlern – ist erwünscht; ein fehlerfreier KI-Text ist wertlos für das Lernen.Beispiel: Ein Kind schreibt eine fünf Sätze lange Erlebnisgeschichte. Mit einem Partner prüft es Reihenfolge und Satzanfänge; Fehler werden besprochen statt durch einen fremden Text ersetzt. |
| Übergangsempfehlung / Zeugnisse | Ausschließlich pädagogisches Urteil der Lehrkraft. KI wird nicht zur Bewertung von Kindern eingesetzt.Beispiel: Die Lehrkraft zieht eigene Beobachtungen, Arbeiten und Gespräche heran. Es werden weder Zeugnisdaten noch Förderberichte an eine KI übergeben. |
5.2 Kennzeichnung bei Projekten (Klasse 3/4)
Wenn bei einem Klassenprojekt KI mit der Lehrkraft eingesetzt wurde, schreiben die Kinder es dazu – als erste Übung in Ehrlichkeit gegenüber Werkzeugen:
Vorlage: „Dabei hat uns eine KI geholfen“
Wir haben eine KI benutzt für:Das haben wir selbst gemacht:
Das haben wir an der KI-Antwort verbessert:
So könnte eine ausgefüllte Kennzeichnung aussehen
KI genutzt für: einen allgemeinen Bildentwurf zum Fantasiewald; nur die Lehrkraft hat das Werkzeug bedient.
Selbst gemacht: Ideen gesammelt, eigene Bilder gezeichnet und eine Geschichte geschrieben; nichts davon hochgeladen.
Verbessert: Wir haben einen unpassenden Gegenstand im Entwurf besprochen und in unserer eigenen Zeichnung weggelassen.
Dieses Muster gehört zu einem begleiteten Klassenprojekt – es erlaubt keine KI-Hausaufgaben.
5.3 Wenn Zweifel an der Eigenständigkeit einer Hausaufgabe entstehen
Gesprächsbeispiel ohne vorschnellen Verdacht
Die Lehrkraft sagt: „In deinem Text stehen Wörter, die wir noch nicht besprochen haben. Was bedeuten sie? Erzähl mir, wie du gearbeitet hast.“ Das Kind erklärt seinen Weg und schreibt bei Bedarf einen kurzen vergleichbaren Abschnitt in der Schule. Ein ungewöhnlicher Stil allein ist kein Beweis für KI-Nutzung. Mit den Eltern wird anschließend vereinbart, wie sie mit Hinweisen helfen können, ohne Aufgaben zu übernehmen.
6Datenschutz, Kinderschutz, Recht und Ethik
Grundschulkinder gehören zu den am stärksten geschützten Personengruppen im Datenschutz. Für uns gilt ein einfacher Grundsatz: Keine erkennbaren Kinderdaten in generativen KI-Diensten – weder Namen noch Fotos, Stimmen oder Kindertexte. Das gilt für Lehrkräfte genauso wie für Betreuungskräfte und Eltern. Für schulische Lernplattformen mit personenbezogenen Daten gelten die gesonderten Prüf- und Freigabeanforderungen dieses Kapitels; ein Pseudonym allein reicht nicht.
6.1 Datenschutz
- Kinder erhalten keine eigenen Zugänge zu KI-Diensten. Altersgrenzen und Nutzungsbedingungen unterscheiden sich je nach Anbieter und Zugangsart; sie werden vor jedem Einsatz geprüft.Beispiel: Ein frei verfügbarer Chatbot wird nicht auf Schüler-Tablets eingerichtet. Für eine zulässige schulische Lernplattform wird die konkrete Freigabe dokumentiert.
- Lehrkräfte nutzen KI-Dienste nur mit Daten ohne Personenbezug: keine Namen, Fotos, Stimmen, Handschriften, Zeugnistexte, Förderpläne oder Elterngespräche.Beispiel: Der Auftrag lautet „Zehn kurze Sätze mit ie“. Weder ein echter Förderplan noch eine anonymisierte Fassung mit erkennbaren Einzelfalldetails wird hochgeladen.
- Lernplattformen mit KI-Funktion nur nach schulischer Freigabe und Klärung von Rechtsgrundlage, Vertrag, Datenflüssen und Schutzmaßnahmen. Verarbeitet ein Anbieter Daten im Auftrag der Schule, ist eine verbindliche Regelung nach Art. 28 DSGVO erforderlich, in der Praxis regelmäßig ein AVV. Pseudonyme ersetzen diese Prüfung nicht.Beispiel: „Lernfuchs17“ kann über eine getrennt geschützte Zuordnungsliste einem Kind zugeordnet werden. Das ist nicht automatisch anonym; Lernstände bleiben geschützt.
- Verarbeitungsverzeichnis nach Art. 30 DSGVO – eine gepflegte Liste: Welche KI-Systeme nutzen wir, mit welchen Daten und wofür?Beispiel: Ein Eintrag beschreibt Zweck, Nutzergruppen, Datenarten, Empfänger, Löschregeln und zuständige Stelle. Nicht nur der Produktname wird in eine Tabelle geschrieben.
- Zuerst wird die passende Rechtsgrundlage geprüft, etwa die einschlägige schulrechtliche Grundlage. Wird auf Einwilligung gestützt, muss sie insbesondere freiwillig und widerrufbar sein. Art. 8 DSGVO betrifft speziell einwilligungsbasierte Online-Dienste, die Kindern direkt angeboten werden; er verlangt nicht für jede schulische Verarbeitung pauschal eine Elterneinwilligung.Beispiel: Bei einem freiwilligen, einwilligungsbasierten Zusatzangebot erhalten Eltern verständliche Informationen und eine gleichwertige Alternative ohne Nachteile. Keine Freigabe durch ein bloßes „Akzeptieren“ des Kindes.
- Regelmäßige Prüfung aller eingesetzten Werkzeuge durch die/den Datenschutzbeauftragte:n .Beispiel: Vor einer Verlängerung prüft die zuständige Stelle, ob Anbieter, Speicherort, Funktionen oder Bedingungen verändert wurden; offene Punkte werden vor weiterer Nutzung geklärt.
Werkzeugliste – Freigabe erst nach dokumentierter Prüfung
Ein leeres Feld oder eine Produktnennung in einem Praxisbeispiel ist keine Freigabe. Ein EU-Serverstandort allein belegt keine Datenschutzkonformität.
– Anbieter: ; vorgesehener Zweck: Nutzung ohne Personenbezug. Freigabe, Zugangsart und Prüfdatum separat dokumentieren.
– vor Nutzung prüfen und dokumentieren: Altersstufe, Rechtsgrundlage, Verträge, ggf. AVV und Einwilligung, Datenflüsse, Pseudonyme, Löschung und Alternative
✗ Nicht zugelassen: frei zugängliche KI-Chatbots und Bildgeneratoren mit Kindern; jede Eingabe von Kinderdaten in nicht gelistete Dienste
Liste wird laufend gepflegt und den Eltern mitgeteilt – Stand: Schuljahr
Muster für einen Freigabevermerk – kein ausgefüllter Beschluss
„Werkzeug: [Name und Zugangsart]. Zweck: Unterrichtsmaterial ohne Personenbezug. Nutzerkreis: Lehrkräfte. Geprüfte Unterlagen und Datenflüsse: [Nachweise]. Grenzen: keine Kinderarbeiten oder Falldaten. Verantwortliche Stelle und Entscheidung: [Eintrag]. Nächste Prüfung: [Termin].“ Erst die zuständigen Personen tragen das tatsächliche Prüfergebnis ein.
6.2 Rechtlicher Rahmen
| Rechtsgrundlage | Relevanz für unsere Schule |
|---|---|
| DSGVO (u. a. Art. 5, 6, 8, 25, 28, 30) | Rechtsgrundlage vorab klären, Daten minimieren, Schutzmaßnahmen einplanen und Verarbeitungen dokumentieren. Einwilligung ist nicht die einzige mögliche Grundlage. Art. 6 und Art. 8 DSGVO (Gesetzestext).Beispiel: Ein allgemeiner Elternbrief wird ohne reale Namen vorbereitet; private Gesprächsnotizen bleiben im dafür vorgesehenen geschützten Schulsystem. |
| EU AI Act (2024) | Der AI Act unterscheidet nach Einsatzzweck und Risiko. Bestimmte Bildungssysteme, etwa zur Leistungsbewertung oder zum Bildungszugang, können Hochrisiko-KI sein; nicht jeder Materialentwurf ist es. Die konkrete Einordnung und Pflichten sind zu prüfen. Einordnung der EU-Kommission.Beispiel: Ein Sachtextentwurf unterstützt die Vorbereitung. Eine automatische Entscheidung über die weiterführende Schule ist etwas anderes und nach diesem Schulkonzept ausgeschlossen. |
| Kinderschutz und schulisches Schutzkonzept | KI-gestützte Bloßstellung, Täuschung oder bedrohliche Bilder werden ernst genommen. Vorgehen, Beratung und erforderliche Schutzmaßnahmen richten sich nach dem schulischen Schutzkonzept und der konkreten Situation.Beispiel: Ein Kind berichtet von einem einschüchternden Bild. Die Lehrkraft hört ohne Vorwurf zu, sorgt für Schutz und bindet die schulische Ansprechperson ein. |
| Urheberrecht | Urheberrecht schützt persönliche geistige Schöpfungen. Rein maschineller Output ist nicht allein deshalb ein menschliches Werk; kreative menschliche Beiträge können geschützt sein. KI-Ausgaben können außerdem Rechte Dritter berühren. Kinderarbeiten werden nach diesem Konzept nicht hochgeladen. § 2 UrhG.Beispiel: Für ein Arbeitsblatt wählt die Lehrkraft eine selbst erstellte oder passend lizenzierte Abbildung. Sie kopiert keine bekannte Comicfigur nur deshalb, weil eine KI sie ausgegeben hat. |
| Schulrecht | Aufsichts- und Fürsorgepflicht, Elternrecht auf Information. Das KI-Konzept ist Bestandteil des Schulprogramms.Beispiel: Vor einem Unterrichtsprojekt werden Lernziel, Aufsicht und Elterninformation geklärt. Ein Produktvorschlag ersetzt keinen notwendigen schulischen Beschluss. |
Die rechtlichen Beispiele veranschaulichen das Konzept, ersetzen aber keine Einzelfallprüfung. Zuständige Schulleitung und Datenschutzberatung prüfen die aktuelle Rechtslage vor Ort.
6.3 Ethische Leitlinien
In Anlehnung an die UNESCO-Empfehlungen zur KI-Ethik im Bildungsbereich gilt:
- Der Mensch entscheidet: Bewertungen, Fördermaßnahmen und Empfehlungen kommen von Menschen, die das Kind kennen.Beispiel: Eine Lehrkraft bemerkt trotz guter App-Ergebnisse Verständnisprobleme und erklärt die Aufgabe persönlich. Ein Punktestand bestimmt keine Förderung.
- Transparenz: Kinder und Eltern erfahren, wenn KI im Spiel war.Beispiel: Unter einem Arbeitsblatt steht „Mit KI vorbereitet, fachlich geprüft und überarbeitet durch die Lehrkraft“.
- Keine Benachteiligung: Werkzeuge werden auf Einseitigkeit geprüft; Material für DaZ- und Förderkinder wird besonders sorgfältig kontrolliert.Beispiel: Ein Bildentwurf zeigt nur Männer in technischen Berufen. Die Lehrkraft überarbeitet die Auswahl und bespricht unterschiedliche Berufsvorbilder.
- Chancengleichheit: Wer zu Hause bessere Technik hat, darf in der Schule keinen Vorsprung haben – deshalb keine KI-Pflicht bei Hausaufgaben.Beispiel: Alle Materialien stehen auch auf Papier bereit. Für ein Referat wird kein privates KI-Abo erwartet.
- Nachhaltigkeit: Auch KI verbraucht Strom und Wasser – ein Thema für den Sachunterricht.Beispiel: Die Klasse nutzt ein vorhandenes Bild, statt viele Varianten erzeugen zu lassen. Im Gespräch geht es um bewusste Mediennutzung, nicht um unbelegte Verbrauchszahlen pro Anfrage.
6.4 Umgang mit Missbrauch und Meldewege
Mit KI erzeugte Bilder, Stimmen oder Nachrichten, die Kinder bloßstellen, täuschen oder ängstigen, kommen auch im Grundschulalter vor – meist über ältere Kinder, Geschwister oder Klassenchats der Eltern. Solche Vorfälle sind Kinderschutzfälle. Wir setzen auf Prävention (KI-Entdeckerpass, Elternabend) und auf klare Wege:
- Kinder wenden sich an die Klassenleitung oder jede Person, der sie vertrauen. Sie werden ernst genommen und nicht bestraft, weil sie etwas gesehen haben.Beispiel: Ein Kind sagt: „Jemand hat ein komisches Bild geschickt.“ Die Antwort lautet: „Gut, dass du es erzählst. Du musst es nicht allein klären.“
- Eltern wenden sich an die Klassenleitung, an oder an die Schulleitung.Beispiel: Eine Mutter schildert der Klassenleitung vertraulich, wann und wo eine Nachricht auftauchte. Sie verteilt das Bild nicht zur Warnung an die ganze Klasse.
- Vorfälle werden vertraulich dokumentiert; bei Bedarf werden Erziehungsberechtigte, Schulpsychologie, Jugendamt oder Polizei einbezogen.Beispiel: Die zuständige Person hält Zeitpunkt, Plattform und notwendige Beobachtungen geschützt fest. Verdächtige sexualisierte Darstellungen nicht herunterladen oder weiterleiten; die Sicherung mit Fachstellen klären.
7Fortbildung des Kollegiums
In der Grundschule liegt der KI-Einsatz fast vollständig bei den Lehrkräften. Fortbildung ist deshalb der Kern dieses Konzepts: Lehrkräfte sollen KI sicher für Vorbereitung und Differenzierung nutzen können, die rechtlichen Grenzen kennen und Kinder altersgerecht über KI aufklären können.
7.1 Fortbildungsformate
| Format | Beschreibung |
|---|---|
| Kurzformate in der Konferenz | 15–20 Minuten „Zeig mal“: Eine Kollegin, ein Kollege zeigt ein konkretes Beispiel (z. B. Sachtext in drei Stufen). Mehrmals im Schuljahr, nach Bedarf auch online.Beispiel: 15 Minuten: Eine Lehrkraft zeigt Auftrag und Lesetext. Zwei Kolleg:innen prüfen Sprache und Fakten, anschließend wird die überarbeitete Version im Materialpool abgelegt. |
| Offene Sprechstunde | steht für Fragen, Ausprobieren und Materialcheck zur Verfügung. Nach Bedarf, z. B. in der Mittagspause.Beispiel: Eine Kollegin bringt einen selbst erfundenen Beispielauftrag mit. Gemeinsam wird geprüft, ob versehentlich Personenbezug enthalten ist und wie der Auftrag präziser wird. |
| Schulinterne Fortbildung (SchiLF) | Mindestens ein halber Fortbildungstag pro Schuljahr mit KI-Schwerpunkt: Differenzierung, Elternkommunikation, Datenschutz, kindgerechte Aufklärung. Ggf. mit externer Referent:in oder Medienberatung.Beispiel: Drei Stationen: Lesetext differenzieren, KI-Fehler finden und einen Hilfe-Fall besprechen. Am Ende nimmt jede Lehrkraft ein geprüftes Material und eine persönliche Prüfliste mit. |
| Externe Fortbildungen | Angebote der Landesinstitute, der Medienberatung und der regionalen Lehrerfortbildung; Lehrkräfte werden freigestellt und geben Inhalte im Kollegium weiter.Beispiel: Eine Lehrkraft nutzt ein passendes Angebot der ALP Dillingen bzw. des KIKO und bringt eine zehnminütige Praxisübung ins Kollegium mit. Einstieg über die Fortbildungsinformationen des Kultusministeriums. |
| Materialpool | Gemeinsamer Ordner mit geprüften Prompts, Beispielmaterialien, dem KI-Entdeckerpass und der Elterninformation.Beispiel: Im freigegebenen Schulordner stehen „Lesetext Wald – Auftrag – geprüfte Fassung – Prüfhilfe“. Datum und verantwortliche Lehrkraft sind vermerkt; keine Schülerprodukte oder Falldaten ablegen. |
| Betreuungskräfte | Kurze Einweisung zu Beginn des Schuljahres: Regeln, keine KI mit Kindern, Meldewege.Beispiel: Zehn Minuten Einweisung: Ein Kind möchte einen Chatbot nutzen oder zeigt ein verstörendes Bild. Betreuungskräfte üben die passende Antwort und kennen die Ansprechperson. |
7.2 Kompetenzziele für Lehrkräfte
- Grundverständnis generativer KI – und die Fähigkeit, es Kindern in einfachen Worten zu erklärenBeispiel: Die Lehrkraft erklärt: „Das Programm erzeugt passende Wörter, kann aber Falsches ausgeben“, und zeigt eine vorbereitete Übungsaussage.
- Sicherer Einsatz für Differenzierung, Materialerstellung und mehrsprachige Elternkommunikation – mit fachlicher Prüfung jedes ErgebnissesBeispiel: Ein Kollegentandem prüft einen Lesetext Satz für Satz und korrigiert jede fachlich unklare Stelle vor dem Druck.
- Kenntnis der Grenzen: Was darf ich eingeben, was nie? Welche Werkzeuge sind zugelassen?Beispiel: Die Lehrkraft sortiert drei Musteraufträge: allgemeine Rechenaufgaben sind möglich; echter Förderbericht und Kinderfoto sind ausgeschlossen.
- Umgang mit Zweifeln an der Eigenständigkeit von Hausaufgaben und Produkten sowie sachliche Gesprächsführung mit Kind und ElternBeispiel: Im Rollenspiel wird „Erklär mir deinen Weg“ geübt. Eine auffällige Arbeit wird nicht als sicherer KI-Nachweis behandelt.
- Durchführung des KI-Entdeckerpasses in Klasse 3/4Beispiel: Die Lehrkraft führt eine Übung zum Nachprüfen und ein Hilfe-Rollenspiel durch und sammelt verständliche Kinder-Merksätze.
- Erkennen von Kinderschutzfällen im Zusammenhang mit KI und Kenntnis der MeldewegeBeispiel: An einer fiktiven Fallkarte benennt die Lehrkraft die erste Kontaktperson, die Schutzmaßnahme und den vertraulichen Dokumentationsweg.
8Zuständigkeiten, Eltern und Schulgemeinschaft
Grundschulen sind meist kleine Systeme. Statt vieler Gremien braucht es klare Ansprechpersonen und eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern – denn dort findet die eigentliche KI-Nutzung der Kinder statt.
8.1 Strukturen und Zuständigkeiten
| Gremium / Stelle | Aufgabe |
|---|---|
| Ansprechperson KI / Medien | Pflegt das Konzept und die Werkzeugliste, berät Kolleg:innen, bereitet Elterninformation und KI-Entdeckerpass vor. In der Regel identisch mit Medienbeauftragung oder Systembetreuung; Stundenentlastung .Beispiel: Eine Kollegin möchte ein neues Werkzeug testen. Die Ansprechperson sammelt Zweck, benötigte Daten und offene Fragen und bereitet die Prüfung vor. |
| Schulleitung | Trägt die Verantwortung, entscheidet über Werkzeuge und Einwilligungsverfahren, berichtet in Konferenz und Elternbeirat.Beispiel: Die Schulleitung entscheidet nach Prüfung, ob ein Dienst nur für Lehrkräfte zur Materialvorbereitung genutzt werden darf, und dokumentiert Grenzen und Zuständigkeiten. |
| Lehrerkonferenz | Beschließt und überarbeitet das Konzept; jährliche kurze Bilanz (siehe Kapitel 9).Beispiel: Das Kollegium prüft am Schuljahresende zwei Materialien und die Rückmeldungen aus Klassen. Daraus entstehen ein Fortbildungsziel und konkrete Änderungsvorschläge. |
| Beschlussgremium für das Konzept als Teil des Schulprogramms.Beispiel: Das zuständige Gremium beschließt die angepassten Regeln mit Datum und Version. Eine neue Vorlage auf der Webseite allein ist noch kein Schulbeschluss. | |
| Elternbeirat | Wird vor Beschluss angehört, erhält die Werkzeugliste und wirkt am Elternabend zum Thema KI mit.Beispiel: Der Elternbeirat testet den Elternbrief auf Verständlichkeit: Was ist zu Hause erlaubt? Wen fragen Eltern bei Unsicherheit? Rückfragen fließen in die Fassung ein. |
| Kinder (Klassenrat, Schülerversammlung) | Klassen 3/4 besprechen die KI-Regeln im Klassenrat und gestalten das Regelposter mit.Beispiel: Die Klasse ergänzt unter „Ich hole Hilfe“ eigene, allgemein formulierte Sätze und zeichnet Symbole für das Regelposter. |
| Betreuung / Ganztag | Leitung der Betreuung ist über Regeln und Meldewege informiert und setzt sie um.Beispiel: Neue Betreuungskräfte erhalten das Regelblatt und üben, wie sie bei einer beunruhigenden Nachricht ruhig reagieren und Hilfe hinzuziehen. |
8.2 Technische Infrastruktur
- Stabiles WLAN und Präsentationsmöglichkeit (Beamer / Display) in jedem Klassenzimmer – Voraussetzung für das gemeinsame Prüfen an der TafelBeispiel: Vor der Stunde werden Anzeige und Zugang getestet. Bei Ausfall liegt ein geprüfter Ausdruck bereit; das Lernziel bleibt das gemeinsame Prüfen.
- Ausstattung: Beispiel: Die Dokumentenkamera zeigt ein Sachbuch, das Display daneben die vorbereitete Antwort. Kinder vergleichen beide, ohne eigene Konten zu benötigen.
- Dienstgeräte oder Dienstzugänge für Lehrkräfte, damit KI-Nutzung nicht über Privatkonten läuftBeispiel: Der freigegebene Lehrerzugang wird auf dem Dienstgerät genutzt. Vor dem Vorführen werden andere Fenster und persönliche Benachrichtigungen geschlossen.
- Zentrale, datenschutzkonforme Beschaffung von Lizenzen über Schulleitung und Schulträger; keine Einzellizenzen auf eigene FaustBeispiel: Vor einer Lizenzentscheidung werden pädagogischer Zweck, Vertragsbedingungen, Gesamtkosten, Betreuung und eine Alternative ohne das Produkt festgehalten.
8.3 Kommunikation mit den Eltern
- Elternbrief zu Schuljahresbeginn in einfacher Sprache, bei Bedarf mehrsprachig: Kurzfassung aus „Auf einen Blick“, Regeln für Hausaufgaben, AnsprechpersonenBeispiel: Drei kurze Fragen strukturieren den Brief: „Wozu nutzen Lehrkräfte KI? Was gilt für Hausaufgaben? Wer hilft bei Problemen?“ Kontaktdaten ergänzt die Schule.
- Elternabend zum Thema KI mindestens alle zwei Jahre, bevorzugt in Klasse 3 – gemeinsam mit Elternbeirat, ggf. Medienberatung oder PolizeipräventionBeispiel: Ein 45-Minuten-Muster: 10 Minuten Erklärung, 15 Minuten eigene Hausaufgabenhilfe und KI-Lösung vergleichen, 10 Minuten Datenschutzfälle, 10 Minuten Fragen. Keine Kinderarbeiten zeigen.
- Schulhomepage: aktuelles Konzept und WerkzeuglisteBeispiel: Eine Seite „KI an unserer Schule“ verlinkt Konzept, Elternfassung und tatsächlich freigegebene Werkzeuge – jeweils mit Stand und Kontaktperson.
- Information bei jeder Änderung der Werkzeugliste oder der RegelnBeispiel: Eine Nachricht nennt die konkrete Änderung, etwa „Neues Werkzeug ausschließlich für die Vorbereitung durch Lehrkräfte“, und erklärt, was für Kinder gleich bleibt.
KI zu Hause – Empfehlungen an die Eltern (Auszug für den Elternbrief)
- Nutzen Sie KI-Programme nicht für die Hausaufgaben Ihres Kindes – auch nicht „nur zur Kontrolle“. Fehler sind für die Lehrkraft wichtige Hinweise.Beispiel: Fragen Sie „Was verstehst du an der Aufgabe schon?“ statt ein Foto der Aufgabe oder des Kinderhefts an einen Chatbot zu schicken.
- Wenn Ihr Kind KI zu Hause erlebt (Sprachassistent, Ihr Handy), dann gemeinsam und mit dem Satz: „Das ist ein Programm, kein Mensch – und es kann sich irren.“Beispiel: Ein sprechendes Gerät nennt eine Antwort. Sie sagen: „Das kann falsch sein. Wir schauen gemeinsam in einem Buch nach.“
- Geben Sie keine Fotos, Namen oder Stimmen Ihres Kindes in KI-Dienste ein, auch nicht für lustige Bilder.Beispiel: Für eine lustige Geburtstagskarte malt Ihr Kind selbst eine Fantasiefigur; sein Porträt wird nicht in einen Bildgenerator geladen.
- Kindersuchmaschinen und Bücher sind für Referate die bessere Wahl als Chatbots.Beispiel: Für ein Tierplakat begleiten Sie die Suche in fragFINN. Ihr Kind formuliert die Informationen selbst; gefundene Seiten werden mitgeprüft.
- Wenn Ihr Kind ein Bild, ein Video oder eine Nachricht sieht, die es beunruhigt: ernst nehmen, nicht schimpfen, mit der Schule sprechen.Beispiel: Sagen Sie „Gut, dass du zu mir kommst“. Leiten Sie das Material nicht weiter und klären Sie mit der Schule einen sicheren nächsten Schritt.
9Evaluation und Weiterentwicklung
KI verändert sich so schnell, dass ein Konzept, das heute passt, in zwei Jahren veraltet sein kann. Unser Konzept wird deshalb regelmäßig, aber mit dem Aufwand einer Grundschule angemessen überprüft – kurz, konkret, mit den sechs PRISMA-Fragen als Raster.
9.1 Evaluationsrhythmus
| Zeitraum | Maßnahme |
|---|---|
| Laufend | Rückmeldungen aus dem Kollegium an die Ansprechperson; Werkzeugliste bei Bedarf anpassen; Vorfälle dokumentieren.Beispiel: Nach einem KI-Text notiert die Lehrkraft kurz „zwei Fakten korrigiert, Sprache passend“. Solche Rückmeldungen gehen ohne Kinderdaten an die Ansprechperson. |
| Jährlich (Ende des Schuljahres) | Kurze Bilanz in der Lehrerkonferenz (30 Minuten): Was hat sich bewährt? Was hat gefehlt? Rückmeldungen der Eltern? Aktualisierung von Werkzeugliste, Elternbrief und Entdeckerpass.Beispiel: 30-Minuten-Agenda: 10 Minuten Beispiele ansehen, 10 Minuten Rückmeldungen besprechen, 10 Minuten Maßnahmen mit Verantwortlichen und Termin beschließen. |
| Alle 2 Jahre | Überarbeitung des Konzepts durch Schulleitung und Ansprechperson; Anhörung des Elternbeirats; Beschluss.Beispiel: Schulleitung und Koordination legen alte und neue Fassung nebeneinander. Geänderte Regeln werden markiert, mit dem Elternbeirat besprochen und beschlossen. |
| Anlassbezogen | Bei neuen rechtlichen Vorgaben, neuen Werkzeugen oder einem Vorfall sofortige Anpassung der betroffenen Kapitel.Beispiel: Ein Anbieter ändert Datenflüsse oder Bedingungen. Die betroffene Nutzung wird bis zur Klärung ausgesetzt; Kollegium und gegebenenfalls Eltern werden informiert. |
9.2 Evaluationsinstrumente
- Kurzabfrage im Kollegium (5 Fragen): Nutzung, Nutzen, Unsicherheiten, FortbildungsbedarfBeispiel: Fünf Fragen: Welches Werkzeug? Wofür? Welcher erkennbare Nutzen? Welche Unsicherheit? Welche Fortbildung? Keine Daten einzelner Kinder erheben.
- Rückmeldung des Elternbeirats und Fragen vom ElternabendBeispiel: Häufige Frage: „Darf die KI Hausaufgaben nur verbessern?“ Die Schule ergänzt im Elternbrief ein Beispiel für Hilfe durch Eltern ohne KI.
- Kindgerechte Rückmeldung aus Klasse 3/4: „Was hast du über KI gelernt? Was war komisch?“Beispiel: Ein Kind vervollständigt „Wenn ich einer Antwort nicht sicher bin, …“. Die Lehrkraft erkennt, ob Nachprüfen und Hilfeholen verstanden wurden.
- Abgleich mit aktuellen Empfehlungen (KMK, Landesinstitut, Medienberatung, KIM-Studie)Beispiel: Die Koordination prüft vor der Jahreskonferenz offizielle Hinweise und vermerkt Quelle, Datum und notwendige Änderungen – nicht nur „alles aktuell“.
PRISMA-Fragen für die jährliche Bilanz
| P – Potenziale | Wobei hat KI Lehrkräften oder Kindern dieses Jahr wirklich geholfen?Beispiel: Im Team wird ein konkreter Lesetext gezeigt: Welche sprachliche Anpassung hat Kindern den Zugang erleichtert? |
| R – Risiken | Gab es Datenschutzfragen, Vorfälle, Hausaufgaben mit KI, verunsicherte Eltern?Beispiel: Eine erfundene Lösung wurde vor dem Einsatz entdeckt. Der Materialcheck erhält einen eigenen Punkt „Lösungen vollständig nachrechnen“. |
| I – Integration | Passt der Einsatz in unseren Alltag – oder war es Zusatzaufwand?Beispiel: Die Lehrkraft vergleicht ihren Vorbereitungsaufwand einschließlich Nachkontrolle. Mehrarbeit ohne erkennbaren Nutzen spricht gegen den Einsatz. |
| S – Skills | Was fehlt dem Kollegium noch? Haben alle Kinder in Klasse 3/4 den Entdeckerpass gemacht?Beispiel: Unsicherheit bei personenbezogenen Daten führt zu einer kurzen Fortbildung mit fiktiven Eingaben. |
| M – Mehrwert | Haben Lesen, Schreiben, Rechnen darunter gelitten – oder profitiert?Beispiel: Kinder erklären den gelesenen Inhalt selbst. Eine hohe Zahl erzeugter Arbeitsblätter ist dagegen kein Nachweis besseren Lernens. |
| A – Analyse | Was ändern, ausbauen oder beenden wir?Beispiel: Das Team behält geprüfte Textentwürfe bei, beendet einen unpassenden Einsatz und benennt einen Termin zur erneuten Prüfung. |
10Anhang
10.1 Definitionen – auch für Kinder erklärt
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| KI / AI | Künstliche Intelligenz: Programme, die aus sehr vielen Beispielen „gelernt“ haben und deshalb Muster erkennen oder Antworten erraten können. Für Kinder: „Ein Computerprogramm, das aus ganz vielen Beispielen gelernt hat, was wahrscheinlich richtig ist – aber es weiß es nicht wirklich.“Beispiel: Ein Programm erzeugt auf einen allgemeinen Auftrag einen Text über Bäume. Die Lehrkraft muss prüfen, ob der Inhalt stimmt. |
| Sprachmodell (LLM) | Ein Programm, das gelernt hat, welches Wort wahrscheinlich als Nächstes kommt, und so ganze Texte schreibt (z. B. GPT, Gemini, Claude).Beispiel: Auf „Formuliere drei kurze Sätze zum Herbst“ entsteht ein Text. Auch flüssige Formulierungen können Fehler enthalten. |
| Sprachassistent | Geräte oder Apps, mit denen man sprechen kann (z. B. auf Handys, Lautsprechern). Für Kinder: „Da ist kein Mensch drin – nur ein Programm, das Wörter erkennt.“Beispiel: Ein sprechendes Gerät reagiert auf „Stelle einen Timer“. Das ist eine technische Funktion, kein Mensch im Lautsprecher. |
| Halluzination | Die KI erfindet etwas, das überzeugend klingt, aber falsch ist. Sie lügt nicht absichtlich – sie rät. Für Kinder: „Die KI sagt manchmal Quatsch und merkt es selbst nicht.“Beispiel: Ein Programm nennt ein Buch als Beleg, das sich nicht auffinden lässt. Die Angabe wird nicht ungeprüft als Quelle übernommen. |
| Deepfake | Mit KI erzeugte, täuschend echte Fälschung von Bildern, Videos oder Stimmen. Für Kinder: „Ein Bild oder eine Stimme, die echt aussieht oder klingt, aber vom Computer gemacht ist.“Beispiel: Eine manipulierte Aufnahme klingt wie eine bekannte Person. Bei einer ungewöhnlichen Aufforderung wird über einen vertrauten Kontaktweg nachgefragt. |
| Bias | Einseitigkeit: Hat die KI aus einseitigem Material gelernt, gibt sie einseitige Antworten – wie jemand, der nur ein einziges Buch kennt.Beispiel: Ein Bildentwurf zeigt nur Männer beim Forschen und nur Frauen beim Pflegen. Die Lehrkraft erkennt die einseitige Darstellung und korrigiert sie. |
| Personenbezogene Daten | Alles, woran man ein Kind erkennen kann: Name, Foto, Stimme, Adresse, Geburtstag, Handschrift, Klasse und Schule. Für Kinder: „Alles, woran jemand merkt, dass du das bist.“Beispiel: Auch „das einzige Kind aus Dorf X in Klasse 3b“ kann jemanden erkennbar machen – selbst ohne Namen. |
| Pseudonym | Ein Deckname statt des echten Namens. Über Zusatzwissen oder eine Zuordnungsliste kann die Person weiterhin erkennbar sein; ein Pseudonym ist nicht automatisch Anonymität. Art. 4 Nr. 5 DSGVO.Beispiel: „Lernfuchs17“ ersetzt den Namen. Die geschützte schulische Zuordnungsliste zeigt trotzdem, welches Kind gemeint ist. |
| DSGVO | Datenschutz-Grundverordnung (EU 2016/679) – das Gesetz, das persönliche Daten schützt.Beispiel: Die Schule klärt vor einer Plattform, warum welche Daten nötig sind, wer sie erhält und wann sie gelöscht werden. |
| AI Act | EU-Verordnung über Künstliche Intelligenz (2024).Beispiel: Die Schule unterscheidet zwischen einem allgemeinen Materialentwurf und einem System, das Leistungen bewerten soll. |
| KMK | Kultusministerkonferenz – Gremium der Bildungsminister der deutschen Bundesländer.Beispiel: Das Kollegium verwendet die Handlungsempfehlung als Orientierung für Fortbildung und pädagogische Regeln. |
| PRISMA | Potenziale – Risiken – Integration – Skills – Mehrwert – Analyse (Modell nach Felix Urban, CFG Wuppertal).Beispiel: Vor einem Pilotprojekt werden die sechs Fragen zu Nutzen, Risiken und Auswertung einmal gemeinsam beantwortet. |
| DaZ | Deutsch als Zweitsprache – Kinder, die Deutsch zusätzlich zu ihrer Erstsprache lernen.Beispiel: Zum Wort „Wurzel“ bietet die Lehrkraft ein Bild, eine einfache Erklärung und einen gesprochenen Beispielsatz an. |
Wörter, die du kennen solltest
10.2 Weiterführende Quellen und Ressourcen
- KMK (2024): Handlungsempfehlung „Kritisch-konstruktiver Umgang mit KI in der Schule“Beispiel: Das Team liest vor der Konzeptüberarbeitung die Abschnitte zu Fortbildung und Leistungsbewertung und leitet schulische Regeln ab.
- Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest: KIM-Studie (Kindheit, Internet, Medien; 6- bis 13-Jährige) – mpfs.deBeispiel: Für den Elternabend wird eine passende Kennzahl mit Studienjahr und Altersgruppe ausgewählt. Bundesweite Daten werden nicht als Befragung unserer Schule ausgegeben.
- Urban, F. (2026): PRISMA – Ein Modell für dynamische Schulentwicklung im Zeitalter des Wandels. Carl-Fuhlrott-Gymnasium Wuppertal. Online: felixurban.com / iqesonline.netBeispiel: Ein neues Vorhaben wird mit den sechs PRISMA-Fragen geplant; nach dem Versuch beantwortet das Team sie erneut.
- Alles, S. / Falck, J. / Flick, M. / Schulz, R.: KI-Kompetenzen für Lehrende & Lernende (CC-BY 4.0) – joschafalck.deBeispiel: Eine Unterrichtsidee wird einem Kompetenzbereich zugeordnet, etwa „Reflektieren“, wenn Kinder eine Aussage mit einem Buch prüfen.
- Falck, J. u. a.: Lernen und KI – Fünf Dimensionen für den Unterricht – joschafalck.deBeispiel: Die Wochenplanung enthält bewusst ein KI-freies Lesetandem und ein kurzes Gespräch über KI. Nicht jede Dimension benötigt eine App.
- Klicksafe: Materialien zu KI, Deepfakes und Datenschutz für Grundschule und Eltern – klicksafe.deBeispiel: Die Lehrkraft sucht ein zum Alter passendes Material für den Elternabend und prüft es vorab auf Verständlichkeit und belastende Inhalte.
- Internet-ABC: Kindgerechte Erklärungen zu KI und Medien – internet-abc.deBeispiel: Die Lehrkraft nutzt die KI-Informationen des Internet-ABC zur Vorbereitung einer Stunde über Fehler und persönliche Daten.
- UNESCO: Ethische Leitlinien für KI im Bildungsbereich – unesco.orgBeispiel: Im Kollegium wird eine geplante Anwendung anhand von menschlicher Verantwortung, Transparenz und gerechter Teilhabe diskutiert.
- Beispiel: Für Regen und Freyung-Grafenau wird die tatsächlich zuständige Beratungsstelle mit geprüftem Link ergänzt, nicht eine erfundene Kontaktperson.
Produkte und Praxisressourcen – gezielt auswählen
Funktionsbeispiele und Quellen, geprüft am 17.09.2026. Anbieterfunktionen und Zugangsbedingungen können sich ändern. Kosten, Altersgrenzen, konkrete Konten und Datenschutz sind vor Ort zu prüfen; diese Übersicht ist keine Liste freigegebener Schulprodukte.
- KI-Angebote in Bayern: ByCS und AIS.chat – vom Kultusministerium beschriebene schulische Angebote. Praxis: Die Lehrkraft prüft einen verfügbaren, freigegebenen Zugang für die Textentwürfe aus 3.2.
- fobizz KI für Arbeitsblätter – Entwürfe für Aufgabenformate. Praxis: Einen Lückentext und Verständnisfragen zum Wald erstellen, Lösungen kontrollieren und die fertige Fassung auf Papier nutzen.
- DeepL Übersetzer – Textübersetzung. Praxis: Einen allgemeinen Elternhinweis ohne Personenbezug übersetzen und gegenlesen lassen. Das ersetzt keine verlässliche Sprachmittlung in sensiblen Gesprächen.
- fragFINN für die Schule – Kindersuchmaschine, kein KI-Chatbot. Praxis: Begleitet Informationen für ein Tierplakat suchen, Quellen notieren und die Aussagen im Buch vergleichen.
- Internet-ABC: KI im Unterricht – Informationen und Unterrichtsmaterialien, kein Schüler-Chatbot. Praxis: Lehrkräfte wählen altersgerechte Bausteine für „KI kann sich irren“ und „Daten schützen“.
- ALP Dillingen / KIKO: Fortbildungsinformationen – Einstieg über das Kultusministerium. Praxis: Ein passendes Fortbildungsangebot auswählen und eine geprüfte Übung in einer Kurzkonferenz weitergeben.
Praktikabler Team-Ablauf: Eine Lehrkraft erstellt den Entwurf, eine zweite prüft Inhalt und Sprache. Erst danach kommt das Material in den schulisch freigegebenen Pool – mit Datum und Zuständigkeit. Das ist ein Vorschlag für die Praxis, keine Zusicherung nachgewiesener Lernwirkungen.
10.3 Änderungshistorie
| Version | Datum / Beschreibung |
|---|---|
| 1.0 | – Erstfassung |
| 1.1 | 17.09.2026 – Praxisbeispiele, Musteraufträge und verlinkte Produktressourcen ergänzt; pauschale Datenschutz- und Rechtsformulierungen präzisiert. Änderung der Vorlage, kein neuer schulischer Beschluss. |